Die Veranstaltung wurde vom Marsberger Bürgermeister Hubertus Klenner eröffnet, der die Wichtigkeit der Suche nach neuer effizienter Energiebereitstellung als wichtige Aufgabe unserer Zeit bezeichnete. Im Anschluss gab der Leiter der Stadtwerke Marsberg, Franz-Josef Jesper, eine Zusammenfassung über den Betrieb der Biogasanlage Marsberg- Leitmar. Ziel des Projektes ist es, eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Wärmenutzung für die Biogasanlage Marsberg Leitmar zu definieren.
Frau Cornelia Reuther von der Energieagentur NRW übernahm die Moderation der Veranstaltung und gab einen Überblick über die Entwicklung der Biogasnutzung in NRW. Frau Reuther zeigte auf, dass die Anzahl der Biogasanlagen sowie die damit verbundene installierte elektrische Leistung seit 1998 von 11 MW auf 410 MW stark zunahm. Zudem seien meist nur suboptimale Konzepte zur Abwärmenutzung vorhanden. Des Weiteren stellte sie politische Ansätze und Möglichkeiten zur Förderung vor.
Bernhard Wern von der IZES gGmbH in Saarbrücken stellte das Marsberger Projekt zur Abwärmenutzung vor und verdeutlichte dessen Position in der aktuellen Energiediskussion. Er gab zu bedenken, dass die Entwicklung des Heizölpreises im Jahr 2009 um ca. 20% und im laufenden Jahr 2010 bereits erneut um ca. 10% stieg. Herr Wern referierte über die Hintergründe des Projektes „Biogas in der LEADER-Region Hochsauerland“ und definierte die Ziele der dreistündigen Veranstaltung wie folgt: Information über Biogaswärme, Diskussion über die Möglichkeiten in Marsberg, Wecken von Interesse an der Wärme der Biogasanlage Marsberg-Leitmar und Knüpfung von ersten Kontakten mit möglichen Investoren. Die Wertschöpfung durch die Wärmenutzung für die Region steht außer Frage.
Einen Überblick über bereits erfolgreich realisierte Konzepte der Abwärmenutzung von Biogasanlagen konnten die Besucher durch Herrn Marc Jacoby vom Luxemburger Ingenieurbüro L.e.e. erhalten. Das Büro L.e.e. war schon erfolgreich für die Planung der Biogasanlage Marsberg-Leitmar verantwortlich. Neben Wärmenetzen zu angrenzenden Liegenschaften, wie beispielsweise Schwimmbädern, Gymnasien und Sporthallen, wurden auch Möglichkeiten der Holz- und Getreidetrocknung vorgestellt.
In einem zweiten Vortrag von Herrn Jacoby wurden prinzipiell am Standort realisierbare Wärmenutzungsmöglichkeiten betrachtet und kontrovers diskutiert. Neben der Biogasanlage stünden genügend Flächen für eine eventuelle Gewerbeansiedlung zur Verfügung. Es bestünde somit sowohl die Möglichkeit der Abwärmenutzung der Biogasanlage vor Ort als auch die des Wärmetransports mittels Latentwärmespeicher zu potenziellen Wärmesenken der Region, so Jacoby.
Bernhard Wern, Dipl. Forstwirt(TU)
IZES gGmbH Altenkesseler Str. 17, Geb. A1
D-66115 Saarbrücken
Tel.: +49 (0) 681 / 9762 - 174
Fax: +49 (0) 681 / 9762 - 850
Email: wern[at]izes.de
Homepage: www.izes.de
Anschließend begann eine angeregte Diskussion mit vielen Fragen zum Thema der Abwärmenutzung. Alle Beteiligten waren sich über das Potenzial der Wärme bewusst und bekundeten ihr Interesse am weiteren Verlauf des Projekts. Die Veranstaltung endete gegen 12.00 Uhr und kann als wichtiger Schritt zur Erreichung der klimapolitischen Ziele im regionalen Raum angesehen werden.Bei Interesse an günstiger Wärme oder einer Ansiedlung am Standort der Biogasanlage stehen wir Ihnen gerne als Ansprechpartner zu Verfügung:
14.04.10 | Handlungsfeld: Wirtschaft, Verkehr & Energie
- IZES gGmbH, Bernhard Wern
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Straße: Altenkesseler Str. 17, Geb. A1
PLZ, Ort: 66115, Saarbrücken
Telefon: 0681 / 9762 - 174
E-Mail: wern@izes.de
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