Tourismus

Geopark GrenzWelten erhält nationales Prädikat

Nach einer Bereisung der Kommission, im Rahmen einer Tagung der GeoUnion Alfred-Wegener Stiftung (Berlin), dem Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands, ist die Entscheidung am 15. Oktober 2009 in Nördlingen gefallen.

Zuvor hatten Kreisbeigeordneter Otto Wilke und Norbert Panek vom Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie Marc Müllenhoff und Sven Bökenschmidt als weitere Vertreter des Geoparks das Konzept in einer eindrucksvollen, etwa 45-minütigen Präsentation der Expertengruppe der GeoUnion vorgestellt. Bereits im Juli 2009 hatte der Landkreis ein rund 160 Seiten starkes Bewerbungsdossier bei der GeoUnion eingereicht.

Die Vergabe des Titels „Nationaler Geopark“ erfolgt nach strengen wissenschaftlichen Kriterien für vorerst fünf Jahre. Einzelne Auflagen im Bereich der Außendarstellung sowie der personellen Ausstattung des Geopark-Projektbüros müssen nach zwei Jahren erfüllt werden. Nach weiteren drei Jahren muss sich der Park einer erneuten Qualitätskontrolle unterziehen.  

Mit der Einrichtung des Geoparks möchte man insbesondere den regionalen Tourismus weiter forcieren. Besonders der Sektor „Naturtourismus“ soll gestärkt und qualitativ weiterentwickelt werden.

Konzeptionell ist der Park grenzüberschreitend in zehn thematische und räumliche Schwerpunkte gegliedert. Für jede Teilregion werden Besucher-Angebote entwickelt. Bereits vorhandene Einrichtungen wie z. B. Besucherbergwerke und Museen sind in das Konzept integriert.

Der Geopark GrenzWelten ist nun der 13. „Nationale Geopark“ und umfasst eine Fläche von rund 3.700 km², die grenzüberschreitend Teile des Hochsauerlandes (Nordrhein-Westfalen) und des Nordwesthessischen Berglands mit vielen geologischen Sehenswürdigkeiten beherbergt.

Die vielfältigen „Grenzlagen“ sind Gegenstand des Geopark-Leitmottos „GrenzWelten – WeltenGrenzen“. Sowohl geologische, als aber auch markante, naturräumliche und kulturhistorische Grenzen sind ein Charakteristikum und damit „Alleinstellungsmerkmal“ des Geoparks, der mit einem Logo wirbt, das den „Procynosuchus“ – ein Reptil aus der „Korbacher Spalte“ – in stilisierter Form zeigt. „Unser Geopark deckt unter dem genannten Leitmotto fast die gesamte Erdgeschichte der deutschen Mittelgebirge auf engsten Raum ab“, sagt Norbert Panek, Leiter des Geopark –Projektbüros in Korbach und verantwortlich für die fachliche Koordinierung im Geopark.

20.10.09 | Handlungsfeld: Tourismus

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