
Das beigefügte Bild wurde an der GeoStation "Steinbruch Borghagen" in Düdinghausen aufgenommen und zeigt von links nach rechts: M.Müllenhoff, H. Frese, S. Bökenschmidt, N.Panek sowie die beiden Experten der GeoUnion, Dr. C. Ellger (Berlin) und Dr. M. Thomae (Halle). - Bildautor: W.Dickel.
Eine zweiköpfige Delegation der Expertengruppe der GeoUnion/ Alfred-Wegener-Stiftung (Berlin), zuständig für die Vergabe des Zertifikats „Nationaler Geopark“, besichtigte zwei Tage lang Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten des Geoparks „GrenzWelten“.
Am zweiten Tag der Bereisung war die Delegation in der der LEADER-Region Hochsauerland. Hier konnten Medebachs Bürgermeister Heinrich Nolte und Regionalmanagerin Verena Traumann die Expertenrunde im Dreislarer Schwerspatmuseum begrüßen.
Initiator und „Motor“ des Museums, Gerhard Brocke, führte durch die hoch attraktive Ausstellung mit zahlreichen Exponaten zur Erd- und Bergbaugeschichte.
Im „Grenzdorf“ Düdinghausen empfing Horst Frese, ehemals Leiter der Natur- und Umweltschutz-Akademie in Recklinghausen, die Reisegruppe und stellte den Gästen die Geopark-Region „Hochsauerland“ vor. Am Beispiel der Düdinghäuser Dorfgeschichte zeigte Frese anschaulich den Bezug zum Geopark-Leitmotto „GrenzWelten“ auf.
Winfried Dickel, Vorsitzender des Briloner Heimatbundes, verwies auf die zahlreichen Aktivitäten seiner Organisation und Sabine Volmer präsentierte die Planungen zur Neukonzeption des Briloner Stadtmuseums, das im Frühjahr 2010 wieder eröffnet werden soll.
Nach den Besichtigungen der GeoStationen „Borghagen“ bei Düdinghausen und „Hengböhl“ bei Usseln folgte noch ein Abstecher in die Dachschiefergrube „Christine“ in Willingen mit einer abschließenden Verkostung des berühmten, im Bergwerk gereiften „Christinen“-Stollens.
Dr. Christof Ellger, Geschäftsführer der GeoUnion, und Dr. Matthias Thomae vom Geologischen Dienst in Sachsen-Anhalt waren nach Abschluss der Bereisung sichtlich beeindruckt von der bereits bestehenden Infrastruktur und den vielfältigen Aktivitäten des Geoparks, dessen Kulisse länderübergreifend fünf Landkreise und rund 45 Kommunen umfasst. In Düdinghausen bestärkten Sie die LEADER-Region Hochsauerland darin, dass sie mit Ihrem ganzheitlichen Ansatz und der Verknüpfung der Themen auf dem richtigen Weg sei.
Norbert Panek, Leiter des Geopark-Projektbüros in Korbach, zog nach dem Ende der Bereisung eine optimistische Bilanz. Insbesondere die „Bandbreite der Themen“ im Geopark hinterließ bei den Experten der GeoUnion nachhaltige Eindrücke. Wichtig aus Geopark-Sicht war vor allem, die Vernetzung der Akteure vor Ort und die Einbindung des Geoparks in die bestehenden LEADER-Regionen herauszustellen. Noch ist aber das Bewerbungsverfahren nicht abgeschlossen: Eine Schluss-Präsentation wird am 15. Oktober im Rahmen einer Arbeitstagung der GeoUnion in Nördlingen stattfinden und erst danach fällt dann die Entscheidung zur Vergabe des begehrten Prädikats.
12.10.09 | Handlungsfeld: Tourismus
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