... und damit die Lebensqualität in den Dörfern bewahren. Mit dem Erstellen der Leerstandskarten geht es nun in die erste Phase. Der Regionalverein erhielt den Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg und kann mit der Umsetzung beginnen. Der Auftrag zur Erstellung des Leerstandskatasters ging an den Hochsauerlandkreis.
Das Thema beschäftigt die Region schon länger. Neben dem spannenden Vortrag von der Professorin Klärle zu dem Thema, war das Projekt auch Gegenstand von zahlreichen Sitzungen. „Wir freuen uns, dass wir nun endlich beginnen können. Der Auftrag an den Hochsauerlandkreis ist ein wichtiger Schritt. Um das Thema angehen zu können, müssen uns zuerst die Leerstände in der Region bekannt sein.“ so Frau Traumann.
Es wird eine Karte pro Ort erstellt werden, aus der die Leerstände zu entnehmen sind. Diese erstellt der Hochsauerlandkreis durch das Verschneiden der anonymisierten Daten aus dem Einwohnerwesen, mit den Daten des Liegenschaftskatasters. Anschließend müssen diese durch Ortskundige noch einmal überprüft werden. Erst nach der Überprüfung geben die Karten eine zuverlässige Aussage über die Leerstände ab. Aufbauend auf diesen Ergebnissen soll anschließend, exemplarisch für je einen Ort in jeder Kommune, ein Ideen- und Maßnahmenkonzept erstellt werden.
Das Projekt beläuft sich auf eine Summe von knapp11.500 € und wird mit 50% von LEADER gefördert. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der 6 Städte in der LEADER-Region Hochsauerland und Träger des Projektes ist der Regionalverein.
Seit einigen Jahren wächst die Zahl an nicht oder unzureichend genutzten Gebäuden in Dorfzentren, während gleichzeitig Neubaugebiete auf der `grünen Wiese´ ausgewiesen werden. Dies belastet nicht nur die Natur und den Bestand an wertvollen landwirtschaftlichen Flächen, sondern führt auch dazu, dass Ortskerne geschwächt werden. Alte, bisher intakte dörfliche Strukturen gehen allmählich verloren. Ziel ist es dem Verbrauch von wertvoller Kulturlandschaft entgegen zu wirken und die hohe Lebensqualität in unseren Dörfern zu bewahren. Leitgedanke des Projektes ist die Unterstützung bei der Umsetzung der innerörtlichen Entwicklung, zur strukturellen Verbesserung der Ortskerne, sowie die Sicherstellung der Attraktivität der Ortslagen. Die wirtschaftliche, nachhaltige und naturfreundliche innerörtliche Entwicklung der Ortskerne, die in ihrem Ergebnis zu einer Verbesserung der Lebensqualität und des Ortsbildes führt, ist ebenfalls Ziel.
02.09.09 | Handlungsfeld: Dorferneuerung, Dorfentwicklung & Soziales
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