Bildung & Kultur

Foto (Sauerland Welle): Vor dem Informationszentrum des Geoparks GrenzWelten (v. l.): Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Friedel Schumacher, Markus Hiegemann, Verena Traumann, Otto Wilke, Horst Frese, Norbert Panek.

Radiosendung "Hiegemann unterwegs..."

Korbach / Brilon. (hiero) Viele Fragen stehen im Raum. Seit wann gibt es den Nationalen Geopark GrenzWelten? Welche Rolle spielt die LEADER-Region Hochsauerland dabei? Wie soll der Geopark erlebbar werden? In der Radiosendung „Hiegemann unterwegs…“ soll es am Sonntag, 29.11.2009 ab 19.04 Uhr die Antworten geben.

„Der Geopark GrenzWelten erklärt sich in der Sendung von selbst. Ich bin nur der Vermittler zwischen den Hörwelten“, meint Markus Hiegemann von Radio Sauerland. „Horst Frese hat die Gesprächspartner zusammengetrommelt.“ Bis vor kurzem war Frese noch Leiter der Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen. Jetzt ist der Unruheständler Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Heimatbünde im Hochsauerland. Sein Heimatdorf Medebach-Düdinghausen wird als erstes Dorf im Geopark GrenzWelten sichtbar für alle den Geopark anzeigen. Allen voran hat der Briloner Heimatbund „Semper Idem“ mit Winfried Dickel und Friedel Schumacher (Brilon natürlich) die Zusammenarbeit mit der hessischen Seite forciert. Gemeinsam mit den anderen Heimatbünden in Marsberg, Olsberg, Medebach, Hallenberg und Winterberg wurden europäische Fördergelder lockergemacht, die nun zur Hälfte aus Brüssel fließen, zur anderen Hälfte aus der LEADER-Region Hochsauerland stammen. Verena Traumann ist die Regionalmanagerin dieser Region, die dem Altkreis Brilon entspricht. Sie wird in der Sendung die Zusammenhänge mit dem Geopark GrenzWelten erklären, der eben nicht nur auf geologische Aspekte ausgerichtet ist.

„Was zeitgeschichtlich zusammengehört, darf man durch politische Grenzen nicht trennen.“ Otto Wilke, Kreisbeigeordneter des Landkreises Waldeck-Frankenberg weiß um die Schwierigkeiten, die die Landesgrenze zwischen Hessen bzw. Waldeck und Westfalen mit sich gebracht hat. Deshalb ist er über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die gemeinsame touristische Inwertsetzung der Ferienregionen Waldeck und Hochsauerland mehr als zufrieden. „Nach dem Zweiten Weltkrieg“, ergänzt Markus Hiegemann „war diese Grenze sogar eine Demarkationslinie mit Passkontrolle zwischen Amerikanern und Briten.“

Für Dr. Wilhelm Völcker-Janssen vom Wolfgang Bonhage-Museum in Korbach sind das nur kleine Zeitsprünge. Sein Museum tickt in ganz anderen zeitlichen Dimensionen. Die Korbacher Spalte vor den Toren der Stadt bietet dazu eine einmalige Fundgrube, ein Fernglas in die Erdgeschichte. Im Museum ist zunächst auch der Sitz des Nationalen Geoparks GrenzWelten eingerichtet, „bis wir dann in ein paar Jahren an die Korbacher Spalte in eigene Räume umziehen“, so Geopark-Geschäftsführer Norbert Panek. Und wenn der Nationale Geopark im Januar 2010 seine Urkunde von der GeoUnion der Alfred Wegener-Stiftung aus Berlin erhält, kann durchgestartet werden. „Hierzu bilden wir gemeinsam unsere 21 bereits zertifizierten Natur- und Landschaftsführer weiter zu Geopark-Führern aus“, so Horst Frese. Die Geopark-Führer werden in ihrer jeweiligen Teilregion arbeiten und Natur, Landschaft und Kultur für Gäste und Einheimische erlebbar machen. „Wir haben hier viele Schätze in der Region. Man muss sie nur heben“, so Frese. Und diese Schätze sollen dann mit einander vernetzt werden. Allein im Hochsauerland werden so 27 Projekte entstehen. Auch ein Lernorte-Netzwerk soll es geben, über das Friedhelm Schumacher in der Sendung berichten wird.

Die Geopark-Radiosendung ist über UKW 106,5 MHz (Sender Bollerberg bei Hallenberg-Hesborn) neben Winterberg, Medebach und Hallenberg auch in weiten Teilen von Waldeck-Frankenberg bis nach Marburg zu hören. Für Brilon und Olsberg gilt die Frequenz 96,2 MHz, für Marsberg 94,8 MHz. Weitere Informationen unter www.sauerlandwelle.de.

 

23.11.09 | Handlungsfeld: Bildung & Kultur

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Sauerlandwelle, Markus Hiegemann
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